Anwaltskanzlei Alexis Brudermann

What makes the difference...?

Ausländerrecht – Heiraten in der Türkei? 

Wir beraten Sie auch in der Familienzusammenführung.

Sie haben sich entschieden, eine Ausländerin oder einen Ausländer zu heiraten und möchten mit dieser Person in Deutschland leben? Solange der oder die Angebetete Staatsangehöriger eines Lands der Europäischen Union oder einiger anderer Länder wie z. B. Schweiz, Norwegen etc. ist, dürften sich kaum Probleme ergeben. Sie heiraten im Land ihrer Träume und begründen anschließend ihren gemeinsamen Wohnsitz in Deutschland.

Anders ist dies mit Staatsangehörigen, die nicht in der Liste der Länder enthalten sind, für die eine Visumpflicht für die Einreise nach Deutschland besteht. Diese Liste können Sie auf der Seite des Auswärtigen Amts einsehen. Mit einem sog. Touristenvisum (Schengen-Visum) dürfen Sie nämlich nicht in Deutschland heiraten. Auch wenn Sie in Dänemark heiraten (dort ist der Aufwand zwar weniger bürokratisch) können Sie nach Eheschließung Ihre Gattin oder Ihren Gatten nicht einfach ins Bundesgebiet mitnehmen und dort anmelden.
 
Als Beispiel wollen wir annehmen, Sie haben Ihre Liebe in der Türkei gefunden und wollen in der Türkei heiraten. Dies geht dort wesentlich unproblematischer als in Deutschland. Mit ein paar Dokumenten sprechen Sie beim Standesamt – z. B. in Istanbul – vor und erhalten recht zügig einen Termin zur Eheschließung. Vielleicht kommt es Ihnen seltsam vor, aber verlangt wird eine ärztliche Untersuchung. Die solche besteht u. a. aus einem Aderlass, wird in der Türkei in der Klinik vorgenommen und kostet umgerechnet ca. 70 Euro.  Wenn Sie dann geheiratet haben, erhalten Sie in der Türkei eine mehrsprachige Eheschließungsurkunde, mit der Sie anschließend in Deutschland Ihre Gattin oder Ihren Gatten anmelden. Letzterer beantragt beim Deutschen Konsulat in der Türkei ein Visum zur Familienzusammenführung, das im allgemeinen relativ zügig erteilt wird. Aber Achtung: Die Ehegatten sollten nicht vorher über längere Zeit in der Türkei zusammen gelebt haben. Außerdem wird ein deutsches Sprachzertifikat (A 1) verlangt; es sei denn, der türkische Ehegatte spricht „offensichtlich“ die deutsche Sprache. Überzogen sind die Anforderungen an dieser Stelle indes nicht.

Wir beraten und begleiten unsere Mandanten beim vollständigen Verfahren bis hin zur Visumserteilung zur Familienzusammenführung.

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